Freitag, 3. September 2010
Der Spiegel
Ich halte mich selbst nicht für normal. Das ist mein größter Stolz und Makel. Deshalb kann ich nie Teil einer Masse werden. Ich kann mich lieben. Sehe ich in den Spiegel, so funktioniert es. Dort sehe ich dann ein zwar kantiges, aber doch geformtes Ganzes, dass gerade durch seine Inkonsistenz und Verwirrungen zur Kunst wird. Doch sehe ich einem Anderen in die Augen, sehe ich meine Reflektion als hässlichen, unnützen und anachronistischen Klumpen, der geformt werden müsste, bevor jemand an ihm Gefallen finden könnte.
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