In dem Kampf, in dem ich mich befinde, oder besser, in dem ich mich befand, gibt es keine Sieger. Das, was ich als Heuchelei bezeichne, lauert überall und ist doch nur in meinem Kopf entstanden. Ich behaupte dieses Prinzip ist älter, tiefer, wirklicher als die Menschen, vielleicht älter als die DNA, höchstwahrscheinlich älter als das Universum. Aber letzten Endes habe ich es durch meine Betrachtung erst erschaffen. Schwachsinn, zu glauben, es hätte die Relativität schon gegeben, bevor Einstein sie entdeckt hatte. In meinem Kopf haben flackernde Neuronen eine Idee geformt, ihr einen Namen gegeben und mich veranlasst, es gegen das Leben zu richten. Kategorien wie richtig oder falsch sind hier, wie immer, nicht angebracht. Aber ich kann nicht mehr aufrichtig gegen diese Inkonsistenz der materiellen, geistigen, sozialen, universellen Wirklichkeit, die gar keine ist, ankämpfen. Gar nicht mal in erster Linie deswegen, dass ich mich dann selbst der Heuchelei anzeigen, also selbst zerstören müsste.
In diesem Kampf kommt man letzten Ende immer wieder zu einer Frage. Man muss eine Entscheidung fällen. Ekele ich mich vor dem Schleim, dem Öl? Oder erkenne ich, dass das Öl gar nicht existiert, wenn ich mich dagegen entscheide? Kann ich in dieser stinkenden Welt den Geruch einer Blume wahrnehmen?
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